In Ägypten liess zuerst das Buch, dann der Film die Wellen hochschlagen. Ala Al-Aswani lässt im «yakubinischen Bau» alle gesellschaftlichen Schichten Ägyptens auftreten. Liebevoll inszeniert er den Grossstadt-Epos, beginnt gemächlich, findet in der Buchmitte an Tempo und schliesst furios.
In einem grossen Kairoer Stadthaus leben sie nebeneinander; die Armen in Kabüffchen auf dem Dach, die Reichen unter ihnen in grosszügigen Stadtwohnungen. Der ältere wohlhabende Kosmopolit und Schützenjäger, der junge, schwule Chefredaktor in Liebeswirren, der orienterungslose Student mit Kontakten zur muslimischen Brüderschaft, die junge Powerfrau im Kulturclinch, der neureiche Emporkömmling, …
Mehrere Erzählstränge laufen parallel, die Kapitel folgen sich rhytmisch, nur getrennt durch einen Zeilensprung. Man taucht ein, in verschiedene Denkwelten, in Schicksale, Trübsale und Freuden. Schlussendlich verweben sich die Fäden zum klaren Bild und mit den letzten Seiten wird zwar nichts – oder fast nichts – so, wie man es sich erhoffte, aber es bleibt auch nicht Ratlosigkeit, sondern etwas wie Ahnung und Nähe zu den Seelen im «Jakubijân-Bau».
Mein letzter Blogeintrag war zur Weihnachtszeit – mit Lieblingssongs zum Fest. Unterdessen ist der Sommer zurück und mit ihm die Lust an lauen Abenden, an mediterranem Lebensgefühl und… an italienischem Liedgut.
Sitze im ETH-Hörsaal und nehme am SwissBlogCamp teil, eine Art Tagung für Blogger und Bloginteressierte. Das motiviert mich natürlich ungemein, diesen Notizblog wieder aufzuwecken. Eine inspirierende Atmosphäre hier. Das Prinzip (Movie): BloggerInnen von nah und fern treffen, sich auf eine sehr spezielle Art auszutauschen. Wir werden sehen, wie nachhaltig diese Inspiration wirkt…
Trotz seines zarten Alters wird der Notizblog schon ein erstes mal alleingelassen. Wir fahren in die Ferien. Französische Atlantik-Küste. Saint Girons Plage.
Wir verbringen 10 Tage in unserer durchaus geräumigen, lediglich 13kg schweren Behausung. Aufgestellt mitten im Pinienwald hinter dem eindrücklichen Strand. Auf dem Camping Eurosol. A bient ´t!
Wenn Du keinem mehr trauen kannst, trau Dir selbst. Oft genug wird man als Freund des Sports leicht belächelt. Fast genau so oft versteht man als Fan – im Geheimen – den Hohn. Dann nämlich, wenn aus den Helden lausige Betrüger, aus den echten ehrenhaften AthletInnen billige Ränkeschmiede werden.
Traurig machen die unzähligen Dopingfälle im Radsport, der Calciogate in Italien (scusi; aber wie müssen sich eingefleischte Italo-Fussballfans jetzt verar….t vorkommen, nach all den Jahren Beschiss), immer wieder das unfaire Benehmen eigener Spieler (Alhassane, reiss dich mal zusammen) und noch schlimmer, der eigenen Fankurve; den ewigen Negativ-Support (niederschreien des Gegners anstatt Aufbau der eigenen Mannschaft) habe ich gehörig satt.
Ergebnis und Beschluss: Hilft Dir keiner, dann hilf Dir selbst. Im Ausdauersport habe ich bis heute noch nicht einmal an einem Anlass getrübte Stimmung erlebt. Mein Programm darum für diesen Herbst. Hiermit deutsch und schriftlich festgehalten:
September, Greifenseelauf, Halbmarathon
Oktober, Murtenlauf, 17,4 km
Oktober, Lausanne, Marathon
Startschuss: abends 22.16h; der erste Eintrag. Nach Einrichterei, auch dank Tipps und Tricks von BloggingTom. An diesem tropisch heissen Juli-Abend.
…mein eigenes Blog: als Spielwiese zum Blog-Tökterlen. Um herauszufinden was geht und was nicht in der Blogosphäre und um meine ureigene und meist erträgliche Leichtigkeit des Seins zu beschreiben.
Freue mich auf dieses Experiment.
Alles berufliche bleibt in unserem Bernetblog.ch…